Der „All Female Composer Slam“ – eine besondere Benefizveranstaltung

First All Female Composer Slam 2026 – Junge Oper im Nord, JOiN, initiiert und organisiert von Soroptimist international Club Stuttgart. Foto: Susanne Brendel

SI-Club Stuttgart in Kooperation mit JOiN (Junge Oper im Nord)

Was als inspirierende Idee begann, wurde ein außergewöhnliches Ereignis. Mit dem ersten All Female Composer Slam wurde eine Weltpremiere ins Leben gerufen, mit der wir auch ein besonderes Projekt fördern können: #CoupleGoals0711 – Präventionsmodule, die als Workshops an Schulen durchgeführt werden. Mehr dazu unter: Frauen helfen Frauen e.V. Stuttgart. Wir freuen uns, als SI-Club mit den eingenommenen Spenden in Höhe von über 9.000 Euro drei weitere Workshops ermöglichen zu können.

Victoria Hassel von Frauen helfen Frauen e.V. erläutert die Wichtigkeit des Projekts #CoupleGoals0711. Foto: Susanne Brendel

Dank derJungen Oper im Nord (JOiN) und der unermüdlichen Arbeit des SI-Stuttgart Projektteams (Katharina Drifthaus, Tina Hoffmann, Patricia Masibay und Simon Kluth) bekamen vier Komponistinnen eine Bühne. Im ausverkauften Theater erlebten wir auf eindrucksvolle Weise, wie vielfältig, mutig und innovativ diese Musikerinnen ihre eigenen Werke in den verschiedensten Genres präsentieren.

Vier Frauen, vier Handschriften – ein gemeinsames Ziel: Musik im „Slam-Format“

Die Bühne machte schon mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Instrumenten und Technik neugierig: ein Flügel, Beamer und Leinwand, ein Schlagzeug und Elektronik, eine Oud, ein Kontrabass und ein lustiger kleiner Kasten auf einem Tisch. Dieser experimentelle Aufbau ließ schon erahnen, dass das ein besonderer Abend werden würde. Und genau dies war die Stärke des Abends: vier Komponistinnen stellten sich nacheinander mit vier ausdrucksstarken, sehr unterschiedlichen Klangwelten einem Wettbewerb, dem Composer Slam, der am Ende vom Publikum entschieden wurde.

Composer Slam Erfinder Simon Kluth, Foto: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

Musiker und Schauspieler Simon Kluth, der Erfinder des Formats, führte durch den Abend, interviewte die Komponistinnen und hob das Besondere hervor: ein Composer Slam ausschließlich mit Frauen.

Klangkunst – Visualisierung – Verzauberung

Jazzklavier und animierte Zeichnungen, verbunden zu einem anregenden Klangerlebnis, brachte
Juliana Saib zum Auftakt auf die Bühne. Zarte Jazzklänge verschmolzen mit den farbigen Visuals zu einer poetischen Gesamtheit.

Fotos: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

Die Kontrabassistin Daniela Petry überraschte mit einer Performance, bei der der Bass mit ihrem Körpereinsatz zum Resonanzraum für Klänge wurde. Das Publikum verfolgte mit Spannung, was ein Instrument alles kann, wenn die Musikerin über das klassische Spiel hinausgeht.

Mit einer berührenden musikalischen Erzählung brachte die iranische Komponistin Fatemeh Dehghani die Oud auf die Bühne, ein in ihrer Heimat Iran verwurzeltes Instrument. Ihre Themen Reisen, Umwege und die Sehnsucht nach Frieden übersetzte sie in eine Komposition, in der sie die Klänge der Oud auch mit ihrer Stimme verband. Sie widmete ihren Auftritt den Menschen in ihrer Heimat, zu denen sie derzeit keinen Kontakt haben kann.

Fotos: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

Mit einer humorvollen Performance nahm Schlagzeugerin Lisa Wilhelm das Publikum mit auf eine bildstarke, mit musikalischen Rhythmen unterlegte Reise. Ihre Illustrationen machten die Kompositionen mit vollem Einsatz des Schlagzeugs zu Erlebnissen, die mitreißend, sichtbar und hörbar waren.

Ein Finale, das bewegt und Sichtbarkeit, die zählt

Am Ende des Wettbewerbs waren eigentlich alle vier Komponistinnen Gewinnerinnen des Abends, als sie sich gemeinsam mit Moderator Simon Kluth zu einer erstaunlichen Improvisation zusammenfanden. Das Publikum entschied sich für Lisa Wilhelm als Gewinnerin, gefolgt von Fatemeh Dehghani, doch das große Talent aller vier Musikerinnen war deutlich zu erleben.

Lisa Wilhlem, Juliana Saib, Fatemeh Dehghani, Daniela Petry
Foto: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

In allen Darbietungen sowie im spontanen Zusammenspiel wurde spürbar, wie viel kreative Kraft entsteht, wenn Frauen ihre Talente zusammenbringen. Für einen Moment wirkte es, als könnte aus dieser ungewöhnlichen Instrumentenkombination jederzeit eine Band entstehen – voller Mut, Spielfreude und künstlerischer Freiheit.

Katharina Drifthaus, Simon Kluth, Daniela Petry, Lisa Wilhelm, Juliana Saib, Tina Hoffmann, Fatemeh Dehghani, Patricia Masibay, Foto: Susanne Brendel

Im ausverkauften Theater im JOiN fanden 100 Zuschauer:innen Platz, die wir zu Beginn und in den Pausen mit Getränken und Quiche versorgen konnten. Wir danken allen, die mit ihren großzügigen Spenden zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben!

SWR-Kultur, Sophia Volkhardt, hat über die Veranstaltung berichtet: Zum Bericht des SWRKultur

Auch Sie können das Projekt #CoupleGoals0711 mit einer Spende unterstützen: 
Soroptimistischer Hilfsverein e.V.
IBAN DE23 6005 0101 0001 3006 06, BIC SOLADEST 600 | BW-Bank
Betreff: #CoupleGoals (FhF)
Gerne stellen wir auf Wunsch für Beiträge ab 200 Euro eine Spendenbescheinigung aus.

Alternativ kann auch via betterplace.org gespendet werden:

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

Mit großzügiger Unterstützung von

Orange Days 2025 — 18.000 Lesezeichen für Stuttgart!

Wir setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen und anderen gefährdeten Personen

Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt, beginnt die weltweite Kampagne der ORANGE DAYS, um auf Gewalt gegen Frauen, Mädchen und andere gefährdete Personen aufmerksam zu machen. Am Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember endet die Initiative.

Soroptimist International (SI) beteiligt sich seit Jahren aktiv an dieser Initiative. Unter dem Motto „Read the Signs“richtet sich in diesem Jahr der Fokus auf ein besonders aktuelles Thema: digitale Gewalt gegen Frauen, Mädchen und andere gefährdete Personen.

Damit führt der SI-Club Stuttgart auch 2025 seine erfolgreiche Lesezeichen-Aktion fort: 18.000 der kleinen, handlichen orangefarbenen Lesezeichen mit Informationen, Internetlinks und Telefonnummern zu Hilfsangeboten werden jetzt verteilt und an zahlreichen Orten ausgelegt. Neu in diesem Jahr ist ein der Hinweis auf die Plattform myprotectify.org zu finden. Diese bietet über den KI-Chatbot Maya eine sichere, anonyme und niederschwellige Möglichkeit für Frauen, Unterstützung in Gewalt- und Krisensituationen zu erhalten, insbesondere bei häuslicher Gewalt. Die Gründerin dieser Plattform wurde mit dem SI-Preis ausgezeichnet.

Studien zeigen, dass bis zu 73% der Frauen weltweit bereits Opfer von Online-Gewalt geworden sind, siehe StZ vom 11. November. Cybermobbing gegen Frauen und queere Personen ist eine wachsende Bedrohung. Nach Angaben des Bundeskriminalamts stieg die Zahl digitaler Übergriffe gegen Frauen zwischen 2018 und 2023 um rund 130 Prozent. Diese alarmierende Entwicklung zeigt, wie dringend es ist, die Öffentlichkeit für digitale Gewalt zu sensibilisieren. Nur wenn geschlechtsspezifische Gewalt erkannt und verstanden wird, können Betroffene wirksam unterstützt werden.

Das Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für die unterschiedlichen Formen von Gewalt zu schärfen und die Gesellschaft dazu zu ermutigen aktiv dagegen einzutreten.

Hier gibt es die Lesezeichen ab dem 25. November (eine Auswahl):